Von MBR zu GPT ohne Datenverlust

Beim erstellen einer VM plant man eigentlich immer den zu verwendbaren Speicherplatz so optimal das man nicht unbedingt alle 2 Wochen erneut an die VM hand anlegen muss um den Speicherbedarf
anzupassen. So zumindest die Theorie. In der Praxis kommt dann ein Exchange Server und eine immer kleiner werdende physikalische Festplatte die einem das Leben etwas erschweren. Das Problem der immer kleiner werdenden physikalischen Festplatte wurde durch ein neues Storage behoben. Allerdings musste nun auch der VM entsprechend mehr Speicherplatz zugewiesen werden. In VMware einer virtuellen Festplatte meher Speicher zu geben ist eine Leichtigkeit. Das ist in diesem Fall eher die Windows Seite. Alles was über 2 TB Datengröße kommt braucht nämlich eine GPT Partitionstabelle. Microsoft bietet zwar mit Diskpart eine Lösung an um aus Festplatten mit MBR welche mit GPT Partitionstabellen zu machen aber das geht nur wenn keine Partition vorhanden sind bzw. er löscht die bestehenden.

Achtung meine Vorgehensweise nicht direkt mit Festplatten umsetzbar auf denen euer Betriebssystem läuft.

Nach etwas suche bin ich auf ein Linux Tool gestossen das es auch für Windows gibt. gptgen
Als erstes müsst ihr die mit diskpart herausfinden ob es sich um disk0, disk1 oder ähnlich handelt. Wichtig ist eigentlich nur die Zahl. Mit list disk bekommt ihr hier eine schöne übersicht.

gptgen.exe \\.\\physicaldrive1
Write primary.img to LBA address 0.
Write secondary.img to LBA address 4395431903.

GPTGEN macht seine Anpassungen nicht direkt auf die Festplatte. Er erstellt von seinen änderugen entsprechende Datei. Einmal vom Primären MBR und eine Datei vom Backup MBR. Wichtig ist dies für deswegen da GTPGEN ausgibt an welche Stelle sich der Backup MBR befindet auf der Festplatte. Damit können wir im Fall das GPTGEN misst baut den Original MBR wiederherstellen.

Dazu müssen wir aber erst mal ein Backup von dem bestehenden MBR machen. Idealerweise mit dd

dd if=\\.\\physicaldrive1 of=primary-backup.img bs=512 count=34
dd if=\\.\\physicaldrive1 of=secondary-backup.img bs=512 count=33 skip=4395431903

Nun können wir GPTGEN auch wirklich schreiben lassen. Dazu führt ihr folgenden Befehl aus.

gptgen.exe -w \\.\\physicaldrive1

In der Datengrägerverwaltung sollte die Festplatte nach einem Aktualisieren ( F5 ) nun entsprechend als dynamischer Datenträger mit GPT Partitionstabelle zu finden sein.

Sollte tatsächlich etwas schief gegenangen sein könnt ihr mit folgenden Befehl den MBR wiederherstellen.

dd if=primary-backup.img of=\\.\\physicaldrive1 bs=512 count=34
dd if=secondary-backup.img of=\\.\\physicaldrive1 bs=512 count=33 seek=4395431903

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