Das Erste, was ich in meiner Zeit als Citrix Consultant gelernt habe, ist, dass es für viele Probleme nicht nur einen Weg gibt, der beschritten werden kann. Daher auch der Spruch unter Consultants „It Depends!“.
So ist es natürlich auch beim Thema Image-Bereitstellung. Viele Dinge gibt es zu beachten, und vieles kann je nach Umständen variieren. Hier schreibe ich nun den Weg auf, den ich bei einer Imagebereitstellung beschreite.
Auswahl des Betriebssystems
Natürlich ist die Auswahl des Betriebssystems die Grundlage für das Image. Soll es Windows 10 für eine Hosted-VDI-Umgebung sein oder Windows Server für eine Hosted-Desktop- oder VDI-Umgebung? Während man bei einem Server-Betriebssystem „lediglich“ darauf achten muss, ob es nun Server 2012 R2, 2016 oder 2019 wird und ob das gewünschte System von der eingesetzten Citrix-Version unterstützt wird, ist die Qual der Wahl bei Windows 10 etwas schwieriger. Windows 10 gibt es nämlich in verschiedensten Editionen, und nur bestimmte sind für den Fall VDI überhaupt verwendbar. Für Microsoft ist das ganz klar. Das Recht ein Windows zu virtualisieren erwirbt man nämlich entweder mit einer gültigen Software Assurance oder mit einer separat erhältlichen VDA Lizenz. Beides führt unweigerlich zu Windows 10 Enterprise als Basissystem. Oft kommt hier die Frage vom Kunden warum man nicht LTSC(ehemals LTSB) nimmt. Allerdings gibt es hier das Totschlag-Argument: kein Support für O365. Zudem kommen selbst in der VDI immer mehr die Themen „Flexibilität, Store, Cloud“ auf, und da ist LTSC leider der falsche Ansatz. Microsoft hat LTSC für Geräte im Embedded Bereich ( Banken / Industrie etc. ) entwickelt.
...