Ein Bürgermeister muss her!

Ja ein Bürgermeister muss her und wenn er Bier und rote Rosen mitbringt umso besser. Kommunalwahl ist angesagt in einem lieben kleinen Städtchen das ich über  viele Jahre bewohnt, gar als meine Geburtsstätte betrachten darf. Das können leider viele Kinder die nach mir die Sandkästen dieses kleinen „Städchens“ unsicher machten und machen nicht mehr von sich behaupten. Das Krankenhaus das einst für alle hier im Tal ein Segen war ist heute leider ein Ruheforst für Senioren. Aber erst nachdem es Jahre lang vor sich hinvegetierte. Dies ist aber eine andere Geschichte und hat hier wenig beizutragen auch wenn der ein oder andere in der Verbandsgemeinde mit Sicherheit eine Leiche im Keller hätte die zu diesem Umstand beiträgt.

Frischer Wind wird gesät, leider ging er nicht auf…

Vor 4 Jahren kam nach all den Jahren in denen man konservative Senioren in das Amt des Bürgermeisters erhob das erste mal frischer Wind in die eingestaubten Stadthallen. Ja und so glaubte man mit Sicherheit auch ein Man(n) der Tat. Jemand der die Ärmel hochkrempelt und mit „Herzblut“ für sein Städtchen kämpft. Leider kann er nach den Vier Jahren nur wenig auf seine Federn schreiben. Deswegen wirbt er auch auf seinen Wiederwahl-flyern mit neuem Blumenschmuck und einem verpatzten Kreisel( Wie es richtig ginge hätte man sich können im 30 Kilometer entfernten Frankreich prima abschauen ). Eine ortsgebundene Umgehung und damit entstehende Bauplätze konnte er bis zum vermutlichen Ende seiner Amtszeit leider nicht mehr auf seine Fahnen schreiben auch wenn er schon sehr früh mit der Axt im Walde stand. Früh konnte man erkennen das dieser Mann leider nur wenig für das kleine Städchen übrig hat sondern lieber hoch hinaus in die Politik wollte. Vergessen sind die Wählerinnen und Wähler die man vor 4 Jahre noch mit Blümchen und Sekt am Einkaufsmarkt abgefangen und umworben hat. Die Wiederwahl selbst wenn Sie gelingt eigentlich nur eine Phrase.

Ist es ein Vogel ist es Flugzeug nein es ist …

Sein erster Gegner in diesem Spiel hat es dagegen Leicht, zumindest macht es den Anschein! Er ist ein Mann des Volkes und mischt sich gerne unter Sie. Viele können Ihn leiden und wenn es nur deswegen ist weil es bei Ihm Freibier im Bürgerbüro gibt. Daran merkt man doch wieder wie wenig sich seit der Grundschule bei der Wahl zum Klassensprecher verändert hat. Die Menschen werden selten für das gewählt für das sie wirklich einstehen, sondern mehr für das wie sie es schaffen die Menschen um den Finger zu wickeln. Wenn man heute fragt warum wählst du den oder den? Dann sagt der Mann weil es Freibier gibt und die Frau weil es Rosen und Sekt gibt. Aber zurück zum Anfang. Wie ich schon sagte, er ist ein Mann des Volkes. Ob er das mehr ist wie der jetzige Bürgermeister mag ich wenig bis gar nicht beurteilen zu können. Aber eines ist er ihm schon voraus. Er hängt fast jeden Tag durch seine berufliche Tätigkeit am Puls des Dorfes. Er bekommt also ohnehin mit wo Probleme sind. Ob er diese Probleme allerdings bei einer Wahl zum Bürgermeister dann beseitigen oder lösen kann, auch das geht über meinen Horizont hinaus. Viele in seinem Team sind meiner Meinung nach leider nur „Ja“-Sager und typisch Konservativ eingestellt. Ob mit denen eine Politik des Wandels möglich ist für die kleine Stadt… ? Das gleiche Problem hat aber auch der jetzige OB. Zuviel altes Material, das auf die Werte vergangener Zeit zurückgreifen will um den Wandel der Zeit aufzuhalten. Merke: Nur weil man nicht mit der Zeit gehen möchte heißt das noch lange nicht das die Zeit nicht ohne einen geht!

Alternativlos?

Der dritte im Bunde ist aus einer Bürgerinitiative entstanden von denen es auch in dem kleinen Städchen schon die ein oder andere gegeben hat. Ein unscheinbarer Mann, kein Mann des Volkes. Die wenigsten kennen ihn in dem kleinen Städtchen aber dafür ist er ein Mann der mit viel Intellekt auf Missstände in der Gesellschaft dieses Ortes hinweist. Sein Wahlprogramm verspricht nicht viel im Detail aber dafür ist es zukunftsorientiert genug um dem Bürger der viele knackige Themen in seinen Wahlversprechen haben möchte zu bedienen. 4 Spurig soll sie sein, die Bundesstraße, genauso wie eine alternative Umgehung muss her. Beides sind Dinge die vielen Bürgern aus dem Herzen sprechen aber wer bei klarem Verstand ist weis das es Dinge sind die leider mit der aktuellen Politik im Ort und vor allem mit den finanziellen Mitteln nicht realisierbar sind. Ebenso hat der neue Kandidat im Rennen es noch nicht geschafft einen Flyer zu verteilen um mehr auf sich aufmerksam zu machen und so fristet er ein Schattendasein. Dabei wäre auch sein Team einer Vorstellung Wert.

Und die Moral von der Geschicht?

Wir lernen daraus das Kommunalwahlen doch reine Sympathiewahlen sind und sie haben wenig mit der Partei und dem Programm hinter der Person zu tun? Betrachtet man sich diese ganze Wählerlisten entdeckt man bei allen Lagern immer wieder das die halbe Familie mit im Boot sitzt um überhaupt ein Team zusammenzubekommen. Dabei bin ich mir sicher gäbe es genügend Junge politisch engagierte Menschen die sich gerne im Ort einbringen würden wenn Sie wüssten das Sie auch etwas verändern könnten. Nicht immer muss Politik sich auf Bundesebene abspielen aber auch hier im Ort bedarf es der Möglichkeit widersprechen zu können ohne immer auf Ja-Sager zu treffen.

Ich für meinen Teil darf bei dieser Wahl nicht mitmachen. Trotzdem liegt mir der Ort am Herzen und ich hoffe das die nächsten Jahre beweisen das es hier nicht mehr nur Menschen gibt die für das Alte stehen. Der Ort muss Attraktiv werden für Junge Familien und Unternehmen ansonsten sind die Ja-Sager bald ganz alleine.

 

3 Kommentare

  1. ich darf bei dieser Wahl leider auch nicht mitwählen…aber ich wette es ist wie beim Sparkassen-Werbespot, die „bunten Fähnchen“ sprich das Freibier gewinnt.
    Und wenn er nicht ausgerechnet für die christlichen(?) demokratischen (?) Union antreten würde, hätte er sogar meine Stimme. Aber wie schon erwähnt, du und ich dürfen leider nicht mitwählen

  2. Das Städchen hat seit vielen Jahren eine tiefschwarze Gesinnung und leider steht die CDU nunmal nicht für Wandel und Umschwung was nicht gerade dafür spricht das er wirklich etwas verändern kann/möchte! In einem Land wo die meisten eh das Gefühl haben nur noch zwischen Übel A ( CDU ) oder Übel B ( SPD ) zu wählen erhoffe ich mir immer noch eine Partei die für Bürgerentscheide einsteht und deren Gesinnung eine gesunde Mischung aus Mitte, Links enthält!

  3. Bei einer Kommunalwahl besteht für alle Wahlberechtigte die Möglichkeit zu panaschieren. Davon sollte der mündige Bürger vielleicht Gebrauch machen. Dadurch bestünde die Möglichkeit ein breites Spektrum von politisch engagierten Bürgern zu wählen. Ein Bürgermeister ohne Mehrheit muss dann den Stadtrat mit ins Boot nehmen und kann nicht nur auf seine Fraktion hoffen um Entscheidungen durchzusetzen. Dass in den Parteien Kopfnicker sitzen ist schon so alt wie der Trifels. Aber auch hier gilt. Man muss sie ja nicht ankreuzen.

    In diesem Sinne. Am 25.05 zählt es!!!!

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